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Überlebenschancen für Rebhühner in Schleswig-Holstein

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Im dänisch-deutschen EU-Projekt „Wildtiermanagement und Naturschutz in der Fehmarnbelt Region“ starten Jäger und Landwirte eine grenzübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Naturschutz.

Flintbek, 04.08.2011: Ziel dieses neuen “Schutzprojektes“ ist es, mit gemeinsamen, grenzüberschreitenden Maßnahmen in der Agrarlandschaft einer ehemals  „typischen Vogel der Feldmark“, dem Rebhuhn, in der Region bessere Lebensbedingungen zu verschaffen und die Population zu stärken. Damit soll auch die deutsch-dänische Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten gefördert werden. Bis Ende 2012 wollen die Projektträger Dänischer Jägerverband, Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. und Universität Kiel in enger Zusammenarbeit mit den Bauern der Region dieses Ziel auf beispielhaften Probeflächen erreichen. Danach sollen die Ergebnisse als Grundlage für eine flächendeckende Umsetzung dienen.

„Die Erhaltung des Lebensraumes für das Rebhuhns in der Fehmarnbelt Region ist ein gemeinsames dänisch-deutsches Anliegen. Die Eignung der regionalen Agrarlandschaft als Lebensraum für Wildtiere – insbesondere für Bodenbrüter wie das Rebhuhn – hat leider stark abgenommen. Eine flächendeckende, abgestimmte Zusammenarbeit von Jägern und Bauern zum Schutz der Agrarlandschaft  und der Aufbau einen Monitoringsystems kann erfolgreich und beispielhaft werden“, erklärte Hans-Werner Blöcker, Vizepräsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein.

Der Rückgang von Rebhühnern in Dänemark und Deutschland ist vor allem mit der Intensivierung der Landwirtschaft nach 1950 einhergegangen, weil auf den intensiv genutzten Flächen geeigneter Lebensraum verloren ging. Als weitere Faktoren tragen besonders Beutegreifer und ungünstige Wetterbedingungen zu Bestandsverlusten bei. Letztere Faktoren allein können aber nicht den langfristigen deutlichen Rückgang erklären. Die Entwicklung des Energiepflanzenanbaus, wie Mais zur Biogasproduktion, Grünroggen, schnellwachsende Gehölze für Hackschnitzel haben ebenfalls Auswirkungen auf die am Boden brütenden Rebhühner. Gleichzeitig begünstigt großflächiger Anbau die natürlichen Feinde, wie Wildschweine und verursacht Wildschäden, weil sie diese neuen Flächen als Nahrungsquelle und Ganztagslebensraum nutzen.

Aufbauend auf vorhandenen Erfahrungen von Landwirten und Jägern werden in der Fehmarnbelt Region grenzübergreifende Konzepte und Methoden zur Bestandserfassung und wildtierfreundlichen, landwirtschaftlichen Nutzung von Flächen erprobt. So können auch Ackerflächen wieder zu geeigneten Lebensräumen für Rebhühner und Co. werden. Die positiven Auswirkungen des Anbaus von spezifischen Wildpflanzenmischungen auf Rebhühner, insbesondere ein „Maisersatz“ zur Biogasproduktion, wurden in langjährigen Untersuchungen der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau nachgewiesen.

Seit dem Frühjahr 2011 werden zunächst die Zahl und die Verteilung der Vögel in der Region erfasst. Rebhühner dienen dabei als „Anzeiger“ für den Zustand des Lebensraumes in der Fehmarnbelt Region. Dort wo viele Rebhühner überleben, ist die Agrarlandschaft auch aus Naturschutzsicht noch weitgehend in Ordnung.

Erste Demonstrationsflächen mit verschiedenen Wildpflanzeneinsaaten sind bis jetzt entstanden. Sie dienen dazu, Landwirten und Jägern zu zeigen, wie landwirtschaftliche „Nutzflächen mit Wildpflanzen“ aussehen können, die nicht nur Ertrag bringen, sondern gleichzeitig auch einen Naturschutzeffekt erzielen. In der Fehmarnbelt Region sind 45 Kleinflächen mit insgesamt ca. 20 ha entstanden das Projekt der Flächenentwicklung begleiten.

Dabei werden auch Wege zu finanziell, bzw. betriebswirtschaftlich wirksamen Ausgleichen für die Landwirtschaft gesucht. „Wer Landwirte von einem Teil-Betriebsziel „Naturschutz in der Agrarlandschaft“ überzeugen will, weil dies ein „gesamtgesellschaftlicher Auftrag“ ist, muss auch bereit sein, Kosten dafür zu übernehmen und sie nicht einseitig der Landwirtschaft aufbürden. Deshalb fordern wir innovative und unbürokratische Förderprogramme für mehr Lebensraum in der Agrarlandschaft“, sagte Blöcker.

Weitere Informationen unter: www.wildtiermanagement.eu

Das Projekt wird maßgeblich gefördert durch INTERREG  IVa und Bingo! – Die Umweltlotterie.

 

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